Sicherheit & Technik

Sicherheit und Technik

Vom Jungschützen bis zum Veteranen, vom Rekruten bis zum Brigadier, jeder kennt sie:

Die vier Sicherheitsgrundregeln:

1. Alle Waffen sind immer als geladen zu betrachten.

2. Nie eine Waffe auf etwas richten, das man nicht treffen will.

3. Solange die Visiervorrichtung nicht auf das Ziel gerichtet ist, ist der Zeigefinger
ausserhalb des Abzugbügels zu halten.

4. Seines Zieles sicher sein.


Sicherheit vor und im Schiessstand

Wenn wir den 300m Schiessstand betreten, ist der Zustand des Stgw 90 wie auf dem linken Bild und wir tragen es in der Sicherheitsstellung. Falls geschossen wird ist immer der Gehörschutz zu tragen.

Das Stgw 90 wird danach in den Gewehrrechen gestellt. Vor dem Schiessen führt der Jungschützenleiter oder der Schützenmeister eine Laufkontrolle durch, nach dem Schiessen eine Entladekontrolle. Für die Dauer des Kurses wird das Stgw 90 ausgeliehen und von den Jungschützen nach Hause genommen. Der Verschluss wird bei den Jungschützenleitern gelassen. Es wird niemals Munition nach Hause genommen. Der Jungschütze darf das Stgw 90 öffentlich transportieren, auf dem direkten Weg zum Jungschützenkurs und auf dem Heimweg. Das ist im Waffengesetz Art. 28 geregelt.


Schiessstellung und Zielen

Wir schiessen im 300m Schiessstand immer liegend ab Zweibeinstütze mit Einzelfeuer. Die Position ist bequem und stabil, wir halten die Waffe unverkrampft in einer Linie mit unserem Körper. Die starke Hand haltet den Pistolengriff und die schwache Hand stützt den Kolben an die Schulter.

Es gibt zwei Arten zu Zielen, Fleck und Schwarz 6. Wir lernen Fleck, der Schuss trifft genau in der Mitte der Oberkante vom Korn. Bei Schwarz 6 wird die Oberkante des Kornes unter den schwarzen Kreis gehalten. Das Visier wird so nach oben korrigiert, dass der Schuss im Zentrum des schwarzen Kreises trifft.


Manipulationen

Unter Manipulationen verstehen wir Handhabungen an der Waffe wie das Sichern/Entsichern, Laden, Entladen, Nachladen und Störungsbeheben. Manipulationen werden nur in der Schiessstellung mit der schwachen Hand auf dem Schützenläger ausgeführt, die starke Hand lässt den Pistolengriff nicht los. Bei allen Manipulationen wird die Waffe erst unmittelbar vor der Schussabgabe entsichert und direkt nach dem Beenden des Schiessprogrammes gesichert. Die folgenden vier Manipulationen sind die wichtigsten im Jungschützenkurs.


Darauf schiessen wir

Wir schiessen auf zwei Scheiben, A und B. Die A Scheibe ist bei weitem die meistbenutzte im Ausserdienstlichen Schiessen und im Jungschützenkurs. Die B Scheibe ist getarnt und wird vor allem beim Eidgenössischen Feldschiessen verwendet. Eine elektronische Trefferanzeige registriert jeden Schuss und zeigt diese je nach Programm einzeln oder in Serien an.


Das Korrigieren «Schrauben»

Richtig korrigieren heisst, dass du in die Richtung schraubst wo das Symbol deines Schussbildes auf der Visiervorrichtung ist. Das Schussbild ist die Lage deiner Schüsse auf der Scheibe, du siehst es auf der elektronischen Trefferanzeige. Auf der Visiervorrichtung des Stgw 90 hat es kleine Symbole, bestehend aus einem grossen weissen Kreis mit einem dunklen Punkt in der Mitte und einem kleineren weissen Kreis. Der grosse Punkt ist die Scheibe, der kleine der Schuss. Somit ist es eine vereinfachte Darstellung eines Schussbildes. Diese Methode ist immer gleich, egal in welche Richtung du korrigierst. Beim korrigieren hörst du ein Klicken der Schraube, für jedes Klicken wird eine Raste korrigiert. Eine Raste korrigiert den Schuss um 4.5 cm auf 300m. Die Breite eines Feldes auf der Scheibe beträgt 5 cm (Siehe Bilder oben). Es ist wichtig, mehrere Schüsse abzugeben bevor man korrigiert damit man ein aussagekräftiges Schussbild erhällt. Falls die Schüsse überall verteilt sind, muss nicht korrigiert werden. Der Fehler liegt dan eher beim Schützen. Unten sind Beispiele der richtigen Korrektur bei aussagekräftigen Schussbildern mit 3 Schüssen.

Quelle: Jonatan Schneider